Neue Absenderanforderungen für E-Mails von Google und Yahoo

Neue Absenderanforderungen für E-Mails von Google und Yahoo

Technologie

E-Mail Marketing ist seit langem eine wichtige Strategie für Unternehmen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Es ist deshalb besonders wichtig, bei diesem Thema auf veränderte Anforderungen der Mailanbieter zu achten. Besonders für diejenigen, die vor allem an Privatpersonen adressieren, werden die ab 1. Februar geltenden Bedingungen von Gmail und Yahoo Mail besonders wichtig. Da auch einige Unternehmen mit Google Workspaces arbeiten und ihre dienstlichen E-Mail-Adressen letztlich auf Gmail basieren, handelt es sich hierbei nicht um ein reines B2C-Thema.
Mit den neuen Anforderungen wollen Google und Yahoo erreichen, dass die Postfächer ihrer Nutzerinnen und Nutzer weniger Spam erhalten. Es gilt also, diese zu erfüllen damit E-Mails vom empfangenden Server nicht sofort als Spam markiert werden und das Postfach des Empfängers nicht erreichen.

Was sind die neuen Anforderungen?

Als Massenversender von E-Mails gelten alle, die mehr als 5.000 E-Mails pro Tag an Gmail-oder Yahoo Mail-Adressen verschicken. Sie müssen jetzt zwingend über einen gültigen DMARC-Eintrag verfügen und sowohl SPF- als auch DKIM-Authentifizierung für ihre E-Mails verwenden. Außerdem muss die Abmeldung mit einem Klick möglich sein. Diese Anforderungen zielen darauf ab, die Authentizität und Sicherheit der versandten E-Mails zu erhöhen.
Für Unternehmen, die nicht in die Kategorie der Massenversender fallen, ist die Einrichtung einer SPF- oder DKIM-Authentifizierung nach wie vor erforderlich, um die aktualisierten Standards zu erfüllen.
Darüber hinaus müssen alle Absender sicherstellen, dass die durchschnittliche Spam-Rate für alle E-Mails unter 0,1% liegt und 0,3% für einzelne E-Mails nicht überschreitet. Diese Prozentsätze dienen als Maßstab für die Qualität und Relevanz der versendeten E-Mails und unterstreichen die Notwendigkeit für Absender, ihre E-Mail-Inhalte und Empfängerlisten sorgfältig zu prüfen.

Was sollten Sie jetzt tun?

Für E-Mail-Versender ist es wichtig, sich über die neuesten Anforderungen der großen Anbieter wie Gmail oder Yahoo Mail auf dem Laufenden zu halten. Durch die Einhaltung dieser Standards können Unternehmen E-Mail Marketing weiterhin effektiv nutzen. Unsere Empfehlung ist, alle drei Protokolle (DMARC, SPF, DKIM) zu aktivieren. Sprechen Sie dazu mit Ihrer IT-Abteilung oder Ihrem E-Mail-Provider.
Weiterhin raten wir - insbesondere mit Blick auf die Spam-Rate – zu folgendem:
  • Betreiben Sie einwilligungsbasiertes E-Mail-Marketing mit relevanten und nützlichen Inhalten für Ihre Abonnentinnen und Abonnenten.
  • Vermeiden Sie (weiterhin) den Kauf von E-Mail-Adressen zu Marketingzwecken. Das ist aus Gründen der Aktualität und möglicher Spam Traps eindeutig zu riskant. 
  • Der organische Aufbau einer E-Mail-Liste und die Berücksichtigung der Präferenzen von Abonnentinnen und Abonnenten sind wichtige Best Practices.
  • Kommunizieren Sie regelmäßig, denn auch Einwilligungen verlieren ihre Gültigkeit. Und wer mehrere Monate nichts von Ihnen gehört hat, erinnert sich vielleicht nicht mehr an die Anmeldung zum Newsletter.
Indem Sie die neuen Standards erfüllen, können Unternehmen E-Mail-Marketing weiterhin als leistungsstarkes Instrument zur Kontaktaufnahme mit ihrer Zielgruppe nutzen. Für Unternehmen, die in der digitalen Kommunikationswelt erfolgreich sein wollen, ist es wichtig, diese Veränderungen als Chance zu nutzen, um die Qualität und Wirkung des E-Mail-Marketings zu verbessern.

Was bedeuten diese ganzen Abkürzungen?

SPF (Sender Policy Framework): SPF ist ein System, das den Absender einer E-Mail verifiziert, indem es überprüft, ob der sendende Server berechtigt ist, E-Mails von dieser Domain zu senden. Wenn beispielsweise eine E-Mail behauptet, von example.com zu stammen, überprüft der empfangende Server anhand des SPF-Eintrags von example.com, ob der sendende Server autorisiert ist.

DKIM (DomainKeys Identified Mail): DKIM signiert E-Mails digital, um zu bestätigen, dass sie während der Übertragung nicht manipuliert wurden. Zum Beispiel kann example.com einen öffentlichen Schlüssel veröffentlichen und der Postausgangsserver signiert dann die E-Mails mit seinem privaten Schlüssel. Die empfangenden Server können die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel von example.com überprüfen, um zu bestätigen, dass der Inhalt der E-Mail unversehrt ist.

DMARC (Domain-based Message Authentification, Reporting and Conformance): Mittels DMARC kann von example.com festgelegt werden, wie mit E-Mails verfahren werden soll, welche die SPF- oder DKIM-Prüfung nicht bestehen. Ein DMARC-Eintrag kann den empfangenden Server in diesem Fall anweisen, diese E-Mails bspw. abzuweisen oder in die Quarantäne zu verschieben.